Buchtipps und Rezensionen
Und Gott sah, dass es gut war
Eine Theologie der Schöpfung von Medard Kehl SJ
Über das Buch: An diesem Buch durfte ich selbst mitarbeiten und kann es guten Gewissens von Herzen empfehlen. Es greift unter anderem eine gerade aktuelle Fragestellung auf: Heute muss sich unser christlicher Schöpfungsglaube den Anfragen stellen, die sich z. B. durch das evolutionäre Denken der Naturwissenschaften vielen Menschen stellen. Manche Theorien prägen die Weltanschauung vieler Menschen, so dass man beinahe von einer Ersatzreligion reden kann. Worin besteht dem gegenüber der tiefe Sinn des christlichen Schöpfungsglaubens? Was heißt es, wenn im Credo Gott als "Schöpfer des Himmels und der Erde" genannt wird? Handelt Gott noch immer in der Welt, und wenn ja, wie? Und wie sind die Übel dieser Welt mit dem Schöpfergott in Einklang zu bringen? Grundsätzlich gefragt: Was bietet der christliche Schöpfungsglaube mehr als die naturwissenschaftliche Welterklärung? Kann der gemeinsame Schöpfungsglaube den interkulturellen Dialog mit dem Islam befruchten?
Diese Themen und Fragen kommen im Buch zu Wort; es ist gut verständlich geschrieben und lohnt sich zu lesen.
Über den Autor: Medard Kehl SJ, geboren 1942 in Berlin, ist Jesuit, katholischer Theologe und renommiertester katholischer Dogmatiker. Er schrieb seine theologische Doktorarbeit bei Walter Kasper an der Universität Tübingen und lehrt seit 1976 Dogmatik und Fundamentaltheologie als Professor an der Philosophisch-theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main.